Indoor Beschäftigung für Hunde aus alten Kartons

Indoor Beschäftigung für Hunde aus alten Kartons

Ob bei Schlechtwetter, wenn der Hund alleine gelassen wird oder nur zur Beschäftigung zwischendurch – mit Karton kannst du deinem Hund eine kleine Freude bereiten.

Kartonagen fallen fast täglich im Haushalt an und sind kostenlos. Wir sammeln regelmäßig Eierkartons, Klopapier- und Küchenrollen und Kartonagen in allen Größen, Formen und Stärken, von der Müsliverpackung bis zur Bananenschachtel.

Sammlung von verschiedenen Kartons

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Falls man nicht gerade einen Hund hat, der alles frisst, was er erwischt, dann eignen sich Kartons auch gut zur Bespaßung, wenn der Hund einmal etwas länger alleine bleiben muss. Bevor er aus Langeweile die Wohnung umgestaltet, bedient er sich im Idealfall am Karton. Auch Hunden, die gerne Dinge zerstören, empfehle ich regelmäßig Kartons zur Verfügung zu stellen, an denen sie sich nach Herzenslust austoben dürfen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Wenn sich der Hund mit dem Karton beschäftigt hat, erspart man sich selbst das Zerkleinern vor der Entsorgung. Nicht umsonst bin ich dank Jamies Hilfe von einer Nachbarin auf mein sorgfältig zerkleinertes Altpapier angesprochen worden. 🙂

In diesem Beitrag möchte ich dir drei verschiedene Beschäftigungsideen aus Karton vorstellen.

Leckerli-Fischen

Beschäftigungsdauer: 15-20 Minuten

Material: größere Schachtel  + Zeitungspapier + Leckerli

Für das Leckerli-Fischen nimmst du etwas Zeitungspapier und wickelst Leckerlis darin ein. Füll eine Schachtel mit den verpackten Leckerlis und mit weiteren Zeitungsknäuel, um deinem Hund die Futtersuche zu erschweren.

Vorbereitung für das Leckerlifischen
fertige Kiste für das Leckerlifischen

Geschenke auspacken

Beschäftigungsdauer: je nach Anzahl und Stärke der Kartons 10-30 Minuten

Material: diverse Kartons in unterschiedlichen Größen + Leckerlis

Jamies absolut liebste Beschäftigung aus Karton ist das Geschenke auspacken. Dazu braucht man mehrere Kartonschachteln in unterschiedlichen Größen. In jeden Karton gibt man drei, vier Leckerlis und verschließt sie wieder, zB indem man die Ränder umknickt. Dann beginnt man bei der kleinsten Schachtel und steckt sie in die nächst größere Schachtel und so weiter bis man nur mehr eine große Schachtel vor sich stehen hat.

Kartonagen für das Spiel Geschenkeauspacken

Jamie weiß ja schon wie das Geschenke auspacken funktioniert und ist immer hoch motiviert. Kennt es dein Hund noch nicht oder hat wenig Freude am Kartonzerreißen, dann empfehle ich zumindest die äußerste Schachtel nicht zu schwer zu verschließen, damit dein Hund die Motivation nicht verliert.

Leckerli-Schlange

Beschäftigungsdauer: 15-20 Minuten

Material: 3 leere Klopapierrollen, ein altes Geschirrtuch, gut riechende Leckerlis

Die Leckerli-Schlange ist vom Schwierigkeitsgrad etwas höher als das Geschenke auspacken. Jamie braucht dafür durchschnittlich 20 Minuten. Das ist für seine Verhältnisse wirklich lange.

Für die Leckerli-Schlange brauchst du etwa drei leere Klopapierrollen oder eine leere Küchenrolle,  ein altes Geschirrtuch und gut riechende Leckerlis. Ich empfehle deswegen ein altes Geschirrtuch, weil es passieren kann, dass das Geschirrtuch kaputt geht.

Da der Hund bei der Leckerli-Schlange etwas länger arbeiten muss und nicht aufgeben soll, bevor er an seine Belohnung kommt, nehme ich gerne wirklich gut riechende bis stinkende Leckerlis.

Für die Leckerli-Schlange faltest du das Geschirrtuch einmal der Länge nach. Darauf verteilst du die Leckerlis und rollt das Geschirrtuch zusammen. Zum Schluss fädelst du die Klopapierrollen über das Geschirrtuch und los geht’s.

Vorbereitung für die Leckerlischlange
Leckerlis auf Geschirrtuch verstreuen
Schlange formen
fertige Leckerlischlange
Deckentraining ohne Leckerlis

Deckentraining ohne Leckerlis

Deinen Hund überall ablegen können

Hunde sind Rudeltiere und nicht gerne alleine, aber auch für uns Hundebesitzer ist es von Vorteil, wenn wir unseren Vierbeiner mitnehmen können, beispielsweise zum Familienessen im Restaurant. Damit das Familienessen auch problemlos und entspannt ablaufen kann, bedarf es davor meist etwas (Decken-)Training.

Um einem Hund beizubringen auf einem zugewiesenen Platz zu bleiben, gibt es viele unterschiedliche Methoden, wobei die meisten davon über Leckerlis aufgebaut werden. In diesem Beitrag möchte ich euch unsere Variante des Deckentrainings zeigen, bei der wir bewusst auf Leckerlis verzichten. Warum wir Leckerlis weglassen, erfährt ihr hier natürlich auch.

Labrador macht Deckentraining auf dem Berg

Unsere Variante des Deckentrainings

Wenn ich mit Jamie Deckentraining mache, weise ich ihm einen bestimmten Platz zu, auf dem er solange bleiben muss, bis ich ihn wieder freigebe. Dabei ist es mir vorerst egal, ob er auf diesem Platz steht, sitzt oder liegt. Ziel ist es, dass er sich dort entspannt, im Idealfall sogar schläft.

Mit etwas Training lässt sich das Deckentraining nicht nur zuhause, sondern auch an unterschiedlichen Orten durchführen, beispielsweise im Gastgarten oder zu Besuch bei Familie oder Freunden.

Warum wir bewusst auf Leckerlis verzichten

Immer wenn Belohnungen im Spiel sind, entsteht eine Erwartungshaltung und diese möchte ich bei meinem Hund  in diesem Setting nicht erzeugen.

Jamie ist ein Labrador und unglaublich verfressen. Würde ich ihm alle paar Minuten ein Leckerli geben, so könnte er sich nie entspannen, geschweige denn würde er jemals schlafen.

Wie schon erwähnt, eignet sich diese Übung super für Restaurantbesuche. Vor dieser Variante haben wir Deckentraining MIT Leckerlis praktiziert. Ich habe es damals nicht sehr appetitlich empfunden, Jamie während des Restaurantbesuchs ständig Leckerlis geben zu müssen. Auch Kauartikel sind nicht immer passend, da diese häufig sehr geruchsintensiv sind und der Hund dabei schmatzt und sabbert (also zumindest mein Labrador). 😉

So wird’s gemacht!

Bei unserer Variante des Deckentrainings geht es darum den Bewegungsradius des Hundes einzuschränken und ihn somit quasi zur Ruhe zu „zwingen“.

Für die ersten Trainingseinheiten zieht ihr eurem Hund am besten ein Geschirr an und leint ihn an, damit er nicht „entwischen“ kann. Nehmt euch eine Decke zur Hilfe, die groß genug ist, dass euer Hund sich entspannt darauf legen kann und platziert diese.

Nun führt ihr euren Hund an der Leine auf den ausgewählten Platz, stellt euch vor ihn und wartet dann, bis er euch ansieht. Alle vier Pfoten des Hundes sollten sich auf der Decke befinden. In dem Moment, in dem er euch einen Blick schenkt, sagt ihr dann euer zuvor ausgewähltes Entspannungswort. Bei uns lautet es „Ruhe“.

Dann dreht ihr eurem Hund den Rücken zu, behaltet die Leine aber noch in der Hand. Anfangs wird euer Hund diesen Platz wieder verlassen wollen. Sobald er das versucht, dreht ihr euch zu eurem Hund um und drängt ihn körpersprachlich auf seinen Platz zurück. Das sollte mit absoluter Ruhe erfolgen. Dann wartet ihr wieder bis euer Hund euch ansieht, wiederholt das Entspannungswort und dreht ihm abermals den Rücken zu.

Jetzt ist Ausdauer gefragt. Je nach Hunderasse und Charakter brauchen manche Hunde länger, andere kürzer, um den zugewiesenen Platz zu akzeptieren.

Bleibt euer Hund schon ein, zwei Minuten auf seinem zugewiesenen Platz, könnt ihr einen ersten Versuch starten die Leine langsam niederzulegen und ein paar Schritte wegzugehen. Schaut den Hund aber nicht an, damit würdet ihr ihn auffordern zu euch zu kommen. Sollte eurer Vierbeiner den Platz wieder verlassen, drängt ihr ihn wieder körpersprachlich zurück bzw. bringt ihn mithilfe der Leine wieder auf seine Decke, falls er schon zu weit weg sein sollte, um ihn zurückdrängen zu können.

Wichtig für das Gelingen des Deckentrainings ist, dass IHR die Übung auch beendet. Dazu stellt ihr euch vor euren Hund und gebt ihm ein klares Auflösungszeichen, zB „OK“ oder ladet ihn körpersprachlich ein, die Decke zu verlassen.

Tipps

Für ein Gelingen der Übung finde ich bestimmte Punkte wichtig.

  • die richtige Umgebung

Der Hund lernt sich nur zu entspannen, wenn er sich sicher fühlt. Anfangs empfehle ich daher nur drinnen zu üben und die Decke in ruhigen Ecken oder zumindest entlang einer Wand zu platzieren. Zu Beginn des Trainings würde ich zu große Ablenkung beispielsweise in Form von Besuch vermeiden. Funktioniert die Übung im Haus, so darf sie gerne draußen fortgesetzt werden.

  • das richtige Timing

Für das Gelingen der Übung ist es wichtig, dass ihr euch anfangs wirklich Zeit nehmt und den Hund sofort wieder körpersprachlich zurückschickt, wenn er die Decke verlässt. Solltet ihr während der Übung den Raum verlassen müssen, könnt ihr die Leine auch irgendwo festmachen.

  • der ausgelastete Hund

Wer mit einem ausgeschlafenen Hund, der eigentlich auf Action wartet, das Deckentraining machen will, wird sich schwer tun. Einfacher ist es, wenn man den Hund davor ausreichend körperlich und geistig auslastet, aber nicht überdreht.

  • Training individuell anpassen

Damit ein Hund lernt an verschiedenen Orten in verschieden Situationen auf seinem zugewiesenen Platz entspannt zu verweilen, gehört das natürlich auch trainiert. Der Schwierigkeitsgrad sollte dabei langsam gesteigert werden. Man beginnt das Training in den eigenen vier Wänden, indem man die Decke zunächst immer am selben Ort platziert. Versteht der Hund worum es geht, kann man beginnen die Decke an unterschiedlichen Plätzen in unterschiedlichen Zimmern zu platzieren. Funktioniert das gut, dann setzt man das Deckentraining draußen fort. Hat euer Hund die Übung mit eurem Entspannungswort verbunden, kann die Decke weggelassen werden.

Deckentraining im Alltag

Deckentraining ist ein Basic, das im Alltag unglaublich hilfreich sein kann. Ich empfehle es besonders Besitzern von Hunden, die zum Stalken neigen und Besitzern von nervösen, rastlosen Hunden, die sich nur schwer selbstständig entspannen können. Durch das Deckentraining hat Jamie gelernt, sich auch von selbst öfter eine Auszeit zu gönnen. Ebenso eignet sich diese Übung, um den Hund nach einem aufregenden Tag oder Erlebnis wieder runterzubringen, bei Besuch von Freunden oder Familie oder Personen, die im Umgang mit Hunden unsicher oder ängstlich sind.

DIY: Flaschenspiel

DIY: Flaschenspiel

Ich wollte schon lange für Jamie ein Flaschenspiel basteln. Anleitungen zum Selbermachen findet man im Internet ja einige. Daran gehindert hat mich bislang der Gedanke an den Dreck in der Wohnung, der anfällt, wenn man mit Holzplatten hantiert und bohrt. In einer Facebook Gruppe habe ich dann ein Foto einer Variante des Flaschenspiels mit einer Duschvorhangstange gesehen und war begeistert!

Mit der klemmbaren Duschvorhangstange ersparst du dir das Gerüst – kein Bohren oder Verschrauben von Holzplatten. Stattdessen klemmst du einfach die Duschvorhangstange in einen Türrahmen.

Die Höhe lässt sich super variieren und eignet sich deswegen sowohl für große als auch kleine Hunde.

Material

  • klemmbare Duschvorhangstange (z.B. von einem bekannten, schwedischen Möbelhaus)
  • leere, feste Plastikflaschen (der Größe des Hundes entsprechend)
  • Leckerlis

Plastikflaschen, Nagelschere, Klemmstange

Bastelanleitung

Du nimmst eine oder mehrere stabile Plastikflaschen und schneidest  mit einer Nagelschere in das obere Drittel der Plastikflaschen zwei gegenüberliegende Löcher, durch die die Duschvorhangstange gesteckt wird. Die Duschvorhangstange wählst du entsprechend der Größe deines Türrahmens aus.

Und so funktioniert’s

Du klemmst die Duschvorhangstange in den Türrahmen, gibst in die Flaschen Leckerlis und los geht’s.

Ziel ist es, dass der Hund die Flaschen dreht, damit die Leckerlis durch die Flaschenöffnung fallen. Ob er dabei seine Pfoten oder seine Schnauze einsetzt ist ganz egal.

Um die Schwierigkeit zu steigern, kannst du deinem Hund auch vorgeben, dass er die Flasche nur mit der Pfote oder nur mit dem Maul drehen darf.

Wenn du in den Schraubverschluss ein Loch bohrst, das nur minimal größer ist als ein Leckerli, ist dein Hund länger beschäftigt. Anfangs empfehle ich aber den Verschluss ganz wegzulassen, damit der Hund schnell Erfolg hat und die Lust am Spiel nicht verliert.

Findet der Hund die Flasche nicht interessant, kann man auch ganz besonders gut riechende Leckerlis hineingeben, die er sonst nie bekommt.

Jamies erster Versuch mit dem Flaschenspiel

Ausflugsziel Weingärten Oberlaa

Ausflugsziel Weingärten Oberlaa

Eine idyllische Landschaft, einen schönen Ausblick auf Wien sowie Ruhe und Abgeschiedenheit bieten die Weingärten und Felder bei Oberlaa.

Ausblick über Wien in den Weinbergen Oberlaa von Stadthund

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Größe & Sicherheit

Die Weingärten Oberlaa befinden sich im 10. Wiener Gemeindebezirk, östlich vom Kurpark Oberlaa und erstrecken sich bis zum Zentralfriedhof. Hierdurch führt auch der Stadtwanderweg 7.

In unmittelbarer Nähe befinden sich keine Hauptstraßen und auf den schmalen Schotterstraßen fahren so gut wie keine Autos. Radfahrer sieht man auch nur selten.

Das Gebiet zwischen dem Kurpark und dem Zentralfriedhof ist sehr wildreich. Hier gilt die Leinenpflicht. Schilder, die darauf hinweisen, befinden sich bei den Eingängen. Trotzdem sieht man immer wieder unangeleinte Hunde.

Auch wenn sich Jamie nicht für Hasen oder Rehe interessiert (für ihre Hinterlassenschaften dafür sehr), bleibt die Schleppleine meist dran, wird aber nicht ununterbrochen in der Hand gehalten.

Ausstattung & Sauberkeit

Durch die Weingärten und Felder in Oberlaa führen viele schöne Wege. Bei Schlechtwetter beschränken wir uns auf die Schotterstraße, weil es abseits dieser sehr matschig werden kann. Zwischen den Weingärten gibt es immer wieder schöne Wiesen. Wenn sie gemäht sind, kann man dort super mit dem Hund spielen.

Wer vorhat eine Pause einzulegen, der packt sich am besten eine Picknickdecke ein, denn Sitzgelegenheiten gibt es leider so gut wie keine, Mistkübel auch nur sehr wenige. Die Gegend ist aber durchwegs sehr sauber. Wenn der Hund zielstrebig ins Gebüsch verschwindet, sollte man jedoch aufpassen, denn dort könnte ein Wanderer oder Jogger etwas hinterlassen haben.

An warmen Tagen darf man das Wasser für den Hund nicht vergessen. Es gibt leider weder Trinkbrunnen noch Gewässer in der Nähe.

Gesellschaft

Das Gebiet um die Weingärten ist schön übersichtlich. Entgegenkommenden Hunden kann man bei Bedarf schon frühzeitig ausweichen. Außerdem ist es ruhig und idyllisch. Wenn man sich nicht allzu laut bewegt, dann entdeckt man jede Menge Wild: Hasen, Rehe, Vögel, Hamster, Enten, Fasane… Spaziergänge ohne Wildsichtungen hatten wir bislang keine. Das ist aber auch der Haken – Haltern von jagdbegeisterten Hunden würde ich diesen Ort nicht empfehlen.

Während der Woche trifft man hier selten auf andere Menschen, am Wochenende ist schon wesentlich mehr los.

Rehsichtung in den Weingärten Oberlaa von Stadthund

Erreichbarkeit & Parkmöglichkeit

Zu den Weingärten und Feldern in Oberlaa gibt es mehrere Zugänge.

Zur Erinnerung: Im 10. Bezirk gilt die Kurzparkzone!

Ein möglicher Zugang ist eine schmale Schotterstraße gleich links neben der ehemaligen Radio Austria Sendeanlage. Parkmöglichkeiten gibt es am Vollnhoferplatz vor den Musterhäusern. Dort sind sie gut wie immer Parkplätze frei. Ansonsten kann man auch die Parkplätze vom Kurpark Oberlaa nutzen.

Zu diesem Gebiet gelangt man auch, wenn man in der Bleichsteinerstraße (etwa Höhe 25) parkt und die Grenzstraße entlang geht.

Man kann den Spaziergang aber auch von der Zentralfriedhofsseite starten. Die Adresse für das Navi lautet Gadnergasse 104. Auch dort sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Bei Schlechtwetter empfehle ich diesen Zugang aber nicht, da es hier sehr matschig wird, wenn es regnet.

Wenn wir planen nach dem Spaziergang noch einzukehren, dann nutzen wir die Parkplätze vom Brückenwirt oder vom Asia Restaurant Zum Liesingbach. Die Adresse für das Navi lautet Unter-Laaer Straße 28. Zugang zu den Feldern erhält man über die Schotterstraße gegenüber dem Asia Restaurant.

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Mehr Informationen

Bewertung

Die Felder und Weingärten in Oberlaa sind im Frühling und im Herbst einfach traumhaft. Im Sommer hält man es dort nur frühmorgens oder abends aus, da es zu wenig Schatten und keine Abkühlungsmöglichkeit für den Hund gibt.

Halter von nicht-jagdfreudigen Hunden können die wunderschöne Naturkulisse bewundern und die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen.

Spaziergang mit Jamie in Oberlaa von Stadthund

Schnüffeltraining mit Geruchsdosen

Schnüffeltraining mit Geruchsdosen

Die Nase einzusetzen ist für den Hund ganz alltäglich. Am Spaziergang kannst du das schön beobachten: Der Hund hat seine Nase viel am Boden und holt durch Schnüffeln Informationen über seine Umwelt ein. Hunde verfügen über einen außergewöhnlichen Geruchsinn. Sie sind sogenannte Makrosomatiker. Als solche sind sie in der Lage auch extrem geringe Konzentrationen von Gerüchen sowie sehr alte Gerüche wahrzunehmen und zu unterscheiden. Daher ist Schnüffeltraining eine besonders artgerechte Form der Auslastung für unsere Hunde.

Nasenspiele fördern die Konzentrationsfähigkeit des Hundes. Sie lasten den Hund aus, ohne ihn dabei übermäßig aufzuputschen. Der Hund lernt seine Aufmerksamkeit auf eine gemeinsame Aufgabe zu fokussieren und seine Energie gezielter einzusetzen. Dadurch entwickelt er mehr Ruhe bei der Arbeit.

Nase von Labrador

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Geruchsorgan des Hundes zu fördern (z.B. Mantrailling, Zielobjektsuche…). Das Schnüffeltraining mit Geruchsdosen hat den Vorteil, dass es auch bei Schlechtwetter indoor durchführbar ist und der Schwierigkeitsgrad individuell angepasst werden kann.

Das Schnüffeltraining eignet sich für alle Hunde, für Welpen genauso wie für Hundesenioren, für große und kleine Rassen, für ruhige sowie wie für aufgedrehte Vierbeiner. Besonders für alte und kranke Hunde oder Hunde nach einer OP, die körperlich eingeschränkt sind, kann es die ideale Form der Beschäftigung darstellen.

Worum geht es beim Schnüffeltraining mit Geruchsdosen?

Der Hund wird auf einen bestimmten Geruch konditioniert. Er lernt aus verschiedenen Gerüchen in Dosen den konditionierten Geruch wiederzuerkennen und anzuzeigen.

Was braucht man für das Schnüffeltraining?

Wir haben uns ein fertiges Trainingsset gekauft (den Schnüffeltrainer). So ein Set gibt es auch noch von Sniffle Dog. Du kannst dir das Trainingszubehör aber auch selbst zusammenstellen. Cremedosen aus der Apotheke sind eine günstige Alternative.

Der Schnüffeltrainer besteht aus

  • 5 Dosen
  • 5 Platten und 4 Verbindungsstäben
  • einem Clicker
  • einer Übungsanleitung

Außerdem benötigt man einen Geruchsstoff und Leckerlis zur Belohnung.

Bestandteile des Schnüffeltrainings

Statt dem Clicker kannst du auch ein Markerwort verwenden, siehe Markertraining.

Prinzipiell kannst du deinen Hund auf jeden Geruch konditionieren (z.B. Kamille, Erdnüsse, Trüffel, Sprengstoff, Drogen…). Teebeutel bieten sich an, weil sie kostengünstig und leicht zu beschaffen sind.

Wir haben uns für Fenchel entschieden, weil ich den Geruch gerne mag und wir eigentlich immer Fencheltee zuhause haben. Minze beispielsweise kam für uns nicht in Frage, weil diese bei den Schwiegereltern im Garten wächst.

Die befüllten Dosen bewahre ich übrigens in separaten Plastikboxen auf, damit sich die Gerüche nicht vermischen können.

Wie geht man vor?

Wir haben uns an die Anleitung, die dem Schnüffeltrainer beigelegt war, gehalten, mussten aber relativ schnell improvisieren, weil Jamie Probleme bei der Konditionierung auf den Geruch hatte.

1. Schritt: Marker/Clicker konditionieren

Siehe dazu Markertraining.

2. Schritt: Konditionierung auf den ausgewählten Geruch

Du setzt dich dem Hund gegenüber. In der einen Hand hältst du die Dose mit dem ausgewählten Geruch, in der anderen den Clicker, wenn du einen verwendest. Dann animierst du den Hund sich mit der Dose zu beschäftigen, zB indem du die Dose ansiehst oder sie schüttelst. Im Idealfall riecht der Hund daran. Sobald der Hund die Dose mit der Nase berührt, clickerst/markerst du das Anzeigeverhalten und belohnen es sofort mit Futter.

Führt der Hund diese Übung sicher aus, verlängerst du im nächsten Schritt die Nasenanzeige, indem du die Zeit hinauszögert, bevor du markerst. Die Nase des Hundes sollte idealerweise etwa 5 Sekunden auf der Dose verweilen.

In diesem Trainingsschritt kannst du auch ein Kommando einführen, in unserem Fall ist es „Such Fenchel“.

Diesen Übungsschritt haben wir zwei Tage lang mehrmals täglich in je fünf-minütigen Trainingseinheiten ausgeführt.

Tipp: Wenn du dem Hund das Leckerli zumindest anfangs an der Dose fütterst, fällt es ihm leichter die Nase an der Dose zu lassen.

Wir haben hier einen Zwischenschritt gebraucht. Jamie hat nämlich nicht verstanden, dass er den Geruch wiedererkennen sollte. Stattdessen legte er auf jede Dose seine Nase. Als wir nicht weiterkamen, machten wir erst einmal zwei Tage Pause.

Ich musste Jamie dazu bringen den Geruch zu erschnüffeln, also ließ ich Jamie zuerst an der geöffneten Dose am Fenchel riechen und versteckte sie dann in meinen Schuhen. Ich schickte ihn mit „Such Fenchel“ und tatsächlich erschnüffelte er nun die Fencheldose.

Das Verstecken in den Schuhen machten wir einige Male, bevor wir zum 3. Trainingsschritt übergingen.

3. Schritt: Training mit dem Schnüffelset

Die Halterungen werden aufgebaut und die Dose mit dem ausgewählten Geruch wird nun in eine Halterung gestellt. Mit dem Kommando „Such Fenchel“ wird der Hund zur Dose geschickt. Sobald der Hund die Dose anzeigt, wird geclickert/gemarkert und der Hund erhält seine Belohnung an der Dose.

Gesteigert wird nun, indem man langsam weitere leere Dosen hinzufügt.

4. Schritt: Steigerung der Schwierigkeit

Beherrscht der Hund diesen Schritt, kann man langsam anfangen die leeren Dosen auch mit unterschiedlichen Gerüchen zu füllen.

Tipp: Um es Jamie richtig schwer zu machen, habe ich eine Dose mit den Leckerlis befüllt, die er auch zur Belohnung bekommt. Das war für ihn anfangs richtig schwer, mittlerweile lässt er sich davon aber nicht mehr beirren.

Das Schnüffeltraining ist für den Hund unglaublich anstrengend. Anfangs reichen schon 10 bis 15 Minuten Training aus. Später kann die Dauer auf 30 Minuten gesteigert werden.

Jamie gehört zur Kategorie der eher aufgedrehten Hunde. Bei ihm habe ich besonders darauf geachtet, Ruhe ins Training zu bringen. Das bedeutete auch, dass Trainingseinheiten manchmal viel, viel kürzer ausgefallen sind als gedacht. Wenn er anfing Fehler zu machen, war es allerhöchste Zeit ans Aufhören zu denken. Zum Schluss bekam er noch eine leicht schaffbare Aufgabe, damit ihm das Geruchstraining positiv in Erinnerung blieb.

Nicht wundern, wenn der Hund nach dem Training die Wasserschüssel leertrinkt. Durch das Schnüffeln trocknen die Schleimhäute aus.